Ballondilatation

Blutversorgung des Herzens
Die Herzkranzgefäße (Koronararterien) versorgen den Herz-muskel mit Blut, d.h. mit Sauerstoff und Nährstoffen. Engstellen (Stenosen), die vor allem durch Ablagerung von Blutfetten (Cholesterin) und Blutplättchen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose) entstehen, behindern die Blutversorgung.
Oft, aber nicht immer, treten dann, z.B. nach körperlicher Belastung, Schmerzen sowie ein bedrohliches Druck- und Engegefühl in der Herzgegend auf (Angina pectoris).
Verschließt sich ein Herzkranzgefäß ganz, so führt dies zum Herzinfarkt. Der von der Blutversorgung abgeschnittene Teil des Herzmuskels vernarbt und kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

Wann muß eine Ballondialatation vorgenommen werden?
Genügen eine Verminderung der Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck, hohe Cholesterin- und Harnsäurewerte etc.) und eine Behandlung mit Medikamenten alleine nicht, um eine ausreichende Blutversorgung zu gewährleisten, so müssen die Gefäße auf eine ausreichende Weite gedehnt werden (Ballondilatation).

Wie funktioniert die Ballondilatation?
Ein Führungskatheter wird in die Oberschenkel- oder in die Armschlagader eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis zur Verengung vorgeschoben. Mit einem Kontrastmittel werden die Schlagadern und die Engstelle im Röntgenbild sichtbar gemacht.
Durch den Führungskatheter wird dann ein Katheter mit einem Ballon an der Spitze bis an die Engstelle gebracht. Dort wird der Ballon langsam aufgeblasen und in diesem Zustand bis zu einer Minute oder auch länger belassen. Das Aufblasen wird so oft wiederholt, bis die Engstelle genügend aufgedehnt ist.
Wurde der Katheter von der Ellenbeuge aus eingeführt, werden nach dem Eingriff die Schlagader und die Haut genäht.
Wurde der Katheter unterhalb der Leistenbeuge eingeführt, wird die Einführungshülse erst entfernt, wenn die Wirkung der blutgerinnungshemmenden Medikamente, die während des Eingriffs gegeben wurden, abgeklungen sind. Die Einstichstelle wird durch 15-30 minütigen Druck geschlossen. Dann wird ein straff sitzender Druckverband angelegt.

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